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Auf Wiedersehen, Herr Schulpräsident – und vielen Dank!

1. Juli 2022

Sechzehn Jahre lang war Reto Schoch in der Schulpflege tätig. Von 2006 bis 2014 stand er dem Ressort Schüler und Eltern vor, ab 2010 war er auch Vizepräsident, bevor er 2014 das Präsidium übernahm.

Als Reto Schoch in der Schulpflege anfing, zählte die Schule 365 Schülerinnen und Schüler, 18 Klassen und 82 Mitarbeitende. Das neue Volksschulgesetz brachte die Einführung von geleiteten Schulen in allen Gemeinden mit sich, und somit auch in Uitikon. Die neue Rollenverteilung musste von allen Beteiligten erst verinnerlicht werden. In seiner zweiten Amtsperiode setzte sich Reto Schoch mit der damaligen Schulpflege für den Erhalt der eigenen Sekundarstufe in Uitikon ein, für die der Kanton wegen Skaleneffekten eine Fusion mit einer umliegenden Gemeinde wünschte. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sicherten den Erhalt an der Urne.

Reto Schoch koordinierte die Einführung der gesetzlich neu vorgesehenen Elternmitwirkung und war an der Schaffung des Elternforums (heute Elternrat) beteiligt. Als Ressortleiter Schüler und Eltern musste er mehrfach mit anspruchsvollen Situationen mit Eltern umgehen. Seine ruhige, konstruktive und professionelle Art half, auch in schwierigen Situationen gute Lösungen zu finden.

Das Schulpräsidium übernahm Reto Schoch im Jahr 2014. Ungefähr zur gleichen Zeit fing in der Gemeinde eine beispiellose Wachstums- und Umbruchsphase an, die auch die Schule erfasste. 2014 zählte die Schule 105 Mitarbeitende. Heute sind es 155. In der Einheitsgemeinde integriert, stellt die Schule die mit Abstand grösste Abteilung der Gemeinde dar.

Stets vorausschauend und mit einem guten Gespür für Prioritäten führte Reto Schoch die Schule durch diese Wachstumsphase. So schuf er z.B. ein Excel-Tool zur Erstellung der Schülerprognosen, das seinesgleichen sucht. Im Schuljahr 2014/15 zählte Uitikon rund 370 Schülerinnen und Schüler in 19 Klassen. Aktuell sind es 509 in 24 Klassen. Erwartet werden bis 2026/27 deutlich über 600 in 30 Klassen. Unter Reto Schochs Ägide konnte Schul- und Betreuungsraum stets bedarfs- und zeitgerecht bereitgestellt werden (s. Ausführungen zu Michèle Rüegg Hormes oben). Zudem wurde die neue Schul- und Sportanlage Allmend erfolgreich aufgegleist und befindet sich nun plangemäss in der Umsetzung.

Bei all diesen Infrastrukturvorhaben verstand es Reto Schoch, die Kommunikation zu den Stimmbürgern proaktiv zu gestalten und somit ihre Unterstützung bei jeder neuen Etappe zu sichern. Die professionelle Kommunikation der Schule war generell ein Anliegen von Reto Schoch. Er erneuerte 2007 die veraltete Corporate Identity, schuf die erste Webseite der Schule und sorgte für regelmässige Beiträge im Kurier und auf der Webseite, welche 2019 wiederum komplett neu gestaltet wurde.

Nebst den zahlreichen Infrastruktur- und pädagogischen Projekten steuerte Reto Schoch die Schule und die Behörde durch die turbulenten Zeiten von Corona und sicherte die kurzfristige Aufnahme von Flüchtlingskindern aus der Ukraine.

Durch seine Weitsicht und sein grosses Interesse für die Schule und sein enormes zeitliches Engagement behielt Reto Schoch den Überblick über alle Aspekte der Schule. Stets das grosse Ganze vor Augen fragte er sich, was für die Schule und die Gemeinde gut sei. Sein Handeln war von langfristigem Denken geprägt. Darüber hinaus war es Reto Schoch ein Anliegen, eine kollegial handelnde Behörde zu führen, die sich für das Wohl der Gemeinde einsetzte. Im Prozess zur Bildung und Einführung der Einheitsgemeinde, gegen die sich die Schulpflege ursprünglich ausgesprochen hatte, fiel er nach dem klaren Votum der Stimmbürger durch seine dezidiert positive und konstruktive Haltung auf. Der Fusionserfolg ist nicht zuletzt auf seine konsensorientierte Art, die in der Schulpflege geteilt wurde, zurückzuführen.

Als Folge der Einheitsgemeinde ist Reto Schoch formal seit 1.1.2022 Vorstand des Ressorts Bildung und Mitglied des Gemeinderats. Zum Gemeinderat und zur RPK pflegte Reto Schoch die gleichen konstruktiven Beziehungen, wie innerhalb der Schule.

Wir möchten Reto Schoch besonders herzlich für sein langjähriges Wirken zugunsten der Schule und der Gemeinde danken. Er hinterlässt eine Schule in guter Verfassung, die sich vergangenen und aktuellen Herausforderungen erfolgreich gestellt hat und die für die künftigen Herausforderungen vorbereitet ist. Von seinem Wissen und seiner Erfahrung haben wir sehr profitiert und für die gemeinsame Zeit sind wir dankbar. Wir wünschen nun Reto Schoch alles Gute für die Zukunft und freuen uns, ihn hie und da im Dorf zu treffen!

Caroline Čada, Schulpräsidentin ab 1.7.2022

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