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Schulsozialarbeit (SSA) Uitikon: Zusammenfassung Jahresbericht Schuljahr 21/22

30. November 2022

Auf das Schuljahr 2021/22 führte die Stelle Schulsozialarbeit (SSA) ein neues Fallerfassungstool ein. Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist schwierig und daher zu wenig aussagekräftig. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, in dieser Zusammenfassung auf die Statistiken zu verzichten und uns auf die wichtigsten Punkte der Schulhäuser zu beschränken. 

Schulhaus Mettlen 
Seit dem Frühling 2021 wird die Schulsozialarbeit an zwei Tagen pro Woche (30 Prozent) vor Ort im Schulhaus angeboten. Evelyn Oesch hat die Stelle seit dem Schuljahr 2021/2022 inne. 
Der Hauptfokus lag in diesem Schuljahr darauf, die Schulsozialarbeit innerhalb des Schulhauses zu etablieren und tragfähige Arbeitsbeziehungen aufzubauen. Das eher kleine Pensum und die Wechsel der Schulleitungen während des Schuljahres machten es schwer, diesen Fokus bereits vollumfänglich zu erfüllen. Die SSA zog letzten Winter in das Schulhaus Mettlen, dadurch erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt zur Etablierung. 

Eine Übersicht der verschiedenen Leistungen zeigt folgendes Bild: Die SSA setzte 41 Prozent für Beratung und Intervention und 20 Prozent für Prävention und Bildung ein. Abgesehen von diesen Schwerpunkten lag der Hauptfokus aber auf der Etablierung und Bekanntmachung des SSA- Angebots (21 Prozent für Niederschwelligkeit). Weiter wurden 12 Prozent für Qualitätssicherung und 6 Prozent für Vernetzung investiert.  Die Beratungen (überwiegend mit männlichen Schülern d.h. 71 Prozent) und Interventionen befassten sich mehrheitlich mit den Themen «Beziehungen und Freundschaft» sowie mit dem Umgang miteinander. 

Schulhaus Schwerzgrueb und Rietwis 
Nadine Jositsch ist mit einem 70%-Pensum für die Schulhäuser Schwerzgrueb und Rietwis zuständig. Im Schuljahr 2021/22 legte sie den Fokus erstmals vorwiegend auf die Prävention und widmete sich 20 Prozent ihrer diesem Fokus. Darunter fallen beispielsweise Projekte, wie die Initiative gegen Mobbing, «Neue Autorität», aber auch die präventive Arbeit mit Klassen. In der 4. Primarklasse und 1. Sekundarklasse war «Gruppendynamik» dabei ein wichtiges Thema.  

Bei der SSA besteht 80 Prozent der Arbeit aus Einzel- oder Gruppengesprächen oder Arbeit mit Klassen aufgrund eines konkreten Vorfalls. Im Schuljahr 2021/22 arbeitete Nadine Jositsch überwiegend mit weiblichen Kindern und Jugendlichen. Das lässt sich auch dadurch erklären, dass vor allem Mädchen über längere Zeit in der Beratung waren. Die folgenden Schwerpunkte wurde in den Beratungen und Interventionen am häufigsten thematisiert:

  • Beziehung/Freundschaft
  • Konflikte
  • Soziale Kompetenz
  • Erziehung
  • Psychosoziale Gesundheit
  • Motivation und nicht zuletzt auch Leistungsdruck. 

Momentan ist Evelyn Oesch im Mutterschaftsurlaub und Claudia Imthurn übernimmt die Stellvertretung bis März 2023. Erfreulicherweise wird das Pensum der Schulsozialarbeit auf diesen Zeitpunkt um 20 Prozent erhöht, so dass die SSA für die gesamte Schule ein Pensum von 120 Prozent zur Verfügung hat 

Initiative gegen Mobbing (IGM) 
In diesem Schuljahr legte die SSA erstmals den Fokus auf die Prävention. Als Schule ist es uns sehr wichtig, uns gegen Mobbing einzusetzen. So haben wir (Amanda Bächli und Nadine Jositsch) die Chance genutzt und beim Projekt «Initiative gegen Mobbing (IGM)» teilgenommen. Dieses wurde im Herbst 2022 abgeschlossen, die Prävention gegen Mobbing wird jedoch weiterhin fortgesetzt. Bei diesem Projekt haben wir uns auf das Schulhaus Schwerzgrueb beschränkt, weil der Gebrauch von Smartphones vorausgesetzt wurde.  

Die Initiative setzte auf verschiedene Massnahmen: Einerseits wurden alle Lehrpersonen zum Thema «Mobbing» geschult. Andererseits haben wir in den Klassen mit den Jugendlichen gearbeitet, und die Eltern wurden über das Projekt informiert. Eine neue Plattform ermöglicht Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsenen, frühzeitig anonym Mobbingfälle zu melden. Die Meldung wird an die Schulsozialarbeiterin weitergeleitet, die Kontakt mit dem Kind aufnimmt. Auf diese Weise können Kinder Fälle mitteilen, ohne Gefahr zu laufen, selbst Opfer zu werden. Die Arbeit in den Klassen wird jährlich und bei Bedarf wiederholt. 

«Neue Autorität» 
Dieses Projekt umfasst die gesamte Schule. Es gibt zwei Arbeitsgruppen, die sich mit Themen der «Neuen Autorität»  beschäftigen. Die eine Projektgruppe (ehemals Q-Gruppe «Prävention und Gesundheitsförderung») befasst sich hauptsächlich mit der „Neuen Autorität» und deren Umsetzung ins Schul-Programm. Die Teilnehmenden sind Lehrpersonen aus allen Schulhäusern und verschiedenen Stufen.  

Auf die andere Arbeitsgruppe, den Autoritätsflash (AF), wird bei diesem Rückblick näher eingegangen und zeigt auf, welche Leistungen erbracht wurden: 
 
Autoritätsflash (AF) 
Vier Lehrpersonen und zwei Schulsozialarbeiterinnen haben festgestellt, dass sich am Schulentwicklungstag eine Flamme entzündet hat, die wir erhalten, bzw. weiter nähren wollten. Daraus ist die Idee entstanden, sich jeweils einmal pro Monat freiwillig zu treffen und ein Thema der «Neuen Autorität»  zu diskutieren. Zu diesen Diskussionen waren jeweils alle Angestellte der Schule (Lehrpersonen inklusive Schülerclub) eingeladen. Um  
dies so niederschwellig wie möglich zu gestalten, führten wir den AF alternierend in allen Schulhäusern an verschiedenen Tagen über Mittag durch. Wir haben jeweils mit einem kurzen Input begonnen und anschliessend lebhaft diskutiert. Die wichtigsten Ergebnisse hielten wir auf MS Teams schriftlich fest. Im letzten Quartal haben wir uns folgenden Themen angenommen: 

  • Beziehungs- und Versöhnungsgesten 
  • Deeskalation und Selbstkontrolle 
  • Technik der vier Körbe 
  • Wiedergutmachung und
  • Fallbesprechung (nach «Neuer Autorität», indem die verschiedenen Säulen berücksichtigt wurden). 

Eltern können telefonisch oder per Mail einen Beratungstermin vereinbaren: 

Schulhaus Mettlen: Claudia Imthurn (bis Feb 2023), claudia.imthurn@schule-uitikon.ch, Tel. 079 369 77 99

Schulhäuser Rietwis und Schwerzgrueb: Nadine Jositsch, nadine..jositsch@schule-uitikon.ch, Tel. 079 771 50 07

Die Schulsozialarbeit unterliegt der Schweigepflicht.

Nadine Jositsch, Schulsozialarbeiterin Schule Uitikon

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